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Die Berufsrevision einfach erklärt

Swissmem Berufsbildung Berufsrevisionen Die Berufsrevision einfach erklärt

Was umfasst die Berufsrevision und welches sind die wichtigsten Grundpfeiler? Unsere Übersicht ordnet ein und gibt Antworten zu häufigen Fragen.

Die Grundelemente der Berufsrevision

Welche Berufe sind betroffen? 

Die Berufsrevision umfasst die folgenden acht technischen industriellen Berufe: Anlagen- und Apparatebauer/-in EFZ; Automatiker/-in EFZ; Automatikmonteur/-in EFZ; Elektroniker/-in EFZ; Konstrukteur/-in EFZ, Mechanikpraktiker/-in EBA; Polymechaniker/-in EFZ; Produktionsmechaniker/-in EFZ. Im Vergleich zu den aktuellen Berufsbezeichnungen ergeben sich keine Änderungen. 

Was sind die Kernelemente des neuen Bildungskonzepts?

Das neue Bildungskonzept sieht als wichtige Neuerung die Umsetzung der Handlungskompetenzorientierung an allen Lernorten vor (Betrieb, überbetriebliche Kurse, Berufsfachschule). Zudem erlaubt die Einführung von berufsübergreifenden Lernfeldern eine flexiblere Ausbildung. 

Durch die Möglichkeit, einzelne Handlungskompetenzen sektorspezifisch zu integrieren, können Ausbildungsunternehmen neue Technologien künftig rascher in die Grundbildung einfliessen lassen. Eine detaillierte Aufstellung der berufsübergreifenden Änderungen finden Sie in dieser Übersicht www.futuremem.swiss ((https://skills.futuremem.swiss/de/))

Wie wird das Lernen unterstützt? 

Die neue Lernumgebung techLEARN.swiss bietet Elemente für das Lernmanagement sowie die Lern- und Leistungsdokumentation der Lernenden. Zusätzlich können digitale Bildungsmedien darüber abgerufen und Lernunterlagen gespeichert werden. 

Die digitale Lernumgebung kann von Lehrbetrieben, Berufsfachschulen, überbetrieblichen Kurszentren und Lernenden gemeinsam genutzt werden. 

techLEARN.swiss unterstützt den ganzen Lernprozess und wird damit zur ständigen Lernbegleiterin. Für Lernende, die im Sommer 2026 und den Folgejahren ihre Lehre beginnen, ist die Nutzung verbindlich. Weitere Informationen finden Sie unter www.techlearn.swiss.

Wie können passende Bildungsmedien bezogen werden? 

Der Verlag nextecmedia erstellt die Bildungsmedien für die Branche. Er wird von den beiden Verbänden Swissmem und Swissmechanic getragen. Neu steht den Lernenden ein modular aufgebautes Produktsortiment («Fachwissen») zur Verfügung, das an allen drei Lernorten genutzt werden kann. Gedruckte Bildungsmedien, Bausätze und übergreifende Produkte, wie beispielsweise der Normenauszug, werden weiterhin erhältlich sein. 

Für Ausbildner/-innen sowie Lehrpersonen an Berufsfachschulen und überbetrieblichen Kurszentren bietet nextecmedia zusätzlich eine umfassende Sammlung von «Aufträgen», die alle Lernziele abdecken und zur Gestaltung des Unterrichtes verwendet werden können. 

Weitere Informationen: www.nextecmedia.ch


Klarstellung zu häufigen Fragen

Steigt mit Futuremem der Aufwand für Ausbildungsbetriebe?

Nein. Die Berufsrevision Futuremem ist so ausgestaltet, dass kein zusätzlicher administrativer Aufwand entsteht. Einheitliche Grundlagen, klar strukturierte Bildungspläne und besser abgestimmte Lernorte erhöhen die Planbarkeit und Effizienz der Ausbildung. Mittel- bis langfristig reduziert dies Reibungsverluste und entlastet die Betriebe. 

Müssen bestehende Ausbildungsbetriebe ihre Ausbildung grundlegend umstellen?

Nein. Bewährte betriebliche Ausbildungsmodelle bleiben bestehen. Futuremem schafft einen aktualisierten Rahmen, innerhalb dessen Betriebe weiterhin flexibel und praxisnah ausbilden können. 

Verliert die Ausbildung an technischer Tiefe zugunsten von Handlungskompetenzen?

Nein. Die fachliche und technische Tiefe bleibt erhalten. Die Handlungskompetenzorientierung stärkt den Praxisbezug und stellt sicher, dass Lernende ihr Wissen im Berufsalltag anwenden können. 

Wie stark sind Betriebe durch Vorgaben, Plattformen oder Tools eingeschränkt?

Die Nutzung der digitalen Lernumgebung unterstützt die Zusammenarbeit der Lernorte, vereinfacht die Beurteilung und schränkt die betriebliche Ausbildung nicht ein. Betriebe behalten ihren Gestaltungsspielraum in der praktischen Ausbildung. 

Welchen konkreten Nutzen hat Futuremem für Unternehmen?

Futuremem richtet die Ausbildung auf die aktuellen Anforderungen der Tech-Industrie aus, verbessert die Abstimmung zwischen Lernorten und schafft klare, einheitliche Grundlagen. Betriebe profitieren dadurch von höherer Effizienz in der Ausbildung, besser planbaren Prozessen und einer an ihren Bedürfnissen orientierten Ausbildung. 

 

Letzte Aktualisierung: 31.07.2026