Lernenden-Statistik 2018/19 :: Swissmem Berufsbildung - Engagiert für den Nachwuchs

Lernenden-Statistik 2018/19

07.06.19

Qualifizierte Fachkräfte sind die wichtigste Ressource für die Unternehmen der MEM-Industrie. Deshalb sind die Pflege der dualen Berufsbildung und die Ausschöpfung des inländischen Fachkräftepotenzials ein zentrales Thema für die MEM-Branche.

Die MEM-Branche bildet derzeit rund 18’000 Lernende aus und ist damit eine der grössten Ausbildnerinnen in der Schweiz. Swissmem-Unternehmen bilden im laufenden Lehrjahr 8’917 Lernende in verschiedenen Berufsfeldern aus. Die konjunkturelle Erholung der Branche überträgt sich allmählich auf die Lernendenzahlen unser Mitgliedsfirmen. Während sich 2018/19 die Lernenden-Zahlen unserer Mitglieder stabilisierenden, ist in der Gesamtbranche der Anteil an Lernenden um 3.1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken.

 

 

 

Mit 6’829 Lernenden bildet der Bereich Maschinenbau den grössten Ausbildungssektor der Gesamtbranche. Rund 43 Prozent der Lehrverhältnisse entfallen auf diesen Bereich.

 

 

 

 

Bei den Neueintritten (Mitgliedsfirmen) konnte ein Wachstum von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2’559 Lernende verzeichnet werden, während die Gesamtbranche mit -1.3% leicht Rückläufig ist.

 

 

8 Prozent der ausgeschriebenen Lehrstellen konnten im vergangenen Jahr nicht besetzt werden. Die hohe Anzahl unbesetzter Lehrstellen ist auf demografische Faktoren zurückzuführen. Dabei spielen folgende zwei Faktoren eine entscheidende Rolle.

  1. Geburtenschwache Jahrgänge
  2. Die Möglichkeiten der dualen Berufsbildung sind zu wenig bekannt (unter anderem auch oft im Zusammenhang mit einem Migrationshintergrund)

 

 

Die untenstehende Grafik zeigt die Sicht der Betriebe auf. Dass nun die geburtsschwachen Jahrgänge im Lehrübertritt sind, zeigt folgende Grafik deutlich auf. Seit ca. 2 Jahren melden die Mitgliedsfirmen vermehrt, dass sie keine Bewerbungen erhalten haben.

 

 

Der Frauen-Anteil bei den Lernenden beträgt 9.4 Prozent. Bei den Frauen liegt hinsichtlich Rekrutierung zukünftiger Fachkräfte noch viel Potenzial brach. Die Swissmem Mitglieder weisen einen geringfügig höheren Frauenanteil von 14 Prozent aus

 

 

Die Ausbildung der Jugendlichen sowie die Kooperation zwischen Betrieben, Schulen und Wirtschaft stellen einen wichtigen Erfolgsfaktor dar, den es in Zukunft weiter zu stärken gilt.