Berufsbildung neu gedacht: Wie arbeiten wir morgen zusammen? :: Swissmem Berufsbildung - Engagiert für den Nachwuchs

Berufsbildung neu gedacht: Wie arbeiten wir morgen zusammen?

07.06.19

Die Kooperation zwischen den verschiedenen Lernorten ist ein zentraler Faktor, damit die berufliche Grundbildung gelingt. Doch wie soll diese in Zukunft aussehen? Wie kann sie flexibler gestaltet werden und welche Änderung drängen sich allgemein auf? Swissmem Berufsbildung hat Mitte Mai Repräsentanten der verschiedenen Lernorte und der Organisationen der Arbeitswelt (OdA) zusammengerufen, um Bestehendes zu hinterfragen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Die Zukunftswerkstatt lieferte wertvolle Anregungen, die in die Berufsreform einfliessen werden.

Die Berufsbildung der MEM-Industrie hat eine reiche Geschichte und war immer wieder geprägt durch pionierhafte Veränderungen. Eine ähnliche Wandlungsfähigkeit kann auch dem Quartier Zürich West attestiert werden. Einst wurden hier Dampfschiffe hergestellt, Turbinen für den Weltmarkt produziert, Zahnräder konzipiert und — was den Veranstaltungsort betrifft — Bananen gereift. Heute befinden sich im Kreis 5 unter anderem ein Technopark für Start-ups oder Rechenzentren für digitale Plattformen.

 

Inspiration für Neues

 

Christoph Negri, Leiter des Instituts für Angewandte Psychologie der ZHAW und Moderator des Tages, spannte gleich zu Beginn einen grossen metaphorischen Bogen. Die Geschichte sollte Inspiration sein, um die Zukunft neu zu denken. Die Bananenreiferei bot das ungezwungene Ambiente, damit aus ersten Ideen neue Triebe spriessen können.

 

Ziel der Zukunftswerkstatt war es nicht, die Berufsbildung neu zu definieren. Vielmehr ging es darum, über den Dreiklang «gestern - heute - morgen» Entwicklungen zu reflektieren, Veränderungen zu antizipieren und neue Modelle zu entwerfen. Am Ende des Tages sollte ein kreativer Fundus vorliegen, der auch in die Berufsreform «FutureMEM 2023» einfliessen kann (Weitere Informationen zur Berufsreform siehe www.futuremem.swiss).

 

Eine wertvolle Basis

 

Über den Tagesverlauf hinweg zeigte sich, dass sich eine überaus kreative und engagierte Gruppe mit über 40 Vertretern aus Ausbildungsbetrieben, Berufsfachschulen sowie Organisationen der Arbeitswelt in der Bananenreiferei eingefunden hatte. Der Output war äusserst vielseitig. Dennoch liegt nach wie vor ein weiter Weg vor der Branche bis zur ausgereiften Berufsreform. Als nächstes gilt es, Elemente verschiedener Herkunft zu sichten, zu priorisieren und einzuordnen.

 

Die positive, konstruktive Art des Austauschs sei eine gute Basis, um zuversichtlich die nächsten Schritte anzugehen, resümierte Negri in der Schlusswürdigung. Er plädierte dafür, die Reform reflektiert und mutig anzupacken.

 

Impressionen