Journée Swissmem 2015 :: Swissmem Berufsbildung - Engagiert für den Nachwuchs

Journée Swissmem 2015:
Lernen und Lehren neu gedacht

Digitale Hilfsmittel ermöglichen heute ganze neue Formen des Austauschs. Die Berufsbildung bleibt davon nicht unberührt. Doch wie können digitale Medien gewinnbringend eingesetzt werden? Der Journée Swissmem zeigte aktuelle Entwicklungen und künftige Möglichkeiten auf.


Was sich in der industriellen Produktion zunehmend abzeichnet, wird auch in der Berufsbildung immer mehr Realität: Informationen sind «just in time» digital abrufbar, miteinander vernetzt und ermöglichen ganz neue Formen der Steuerung und Planung.


Während sich das Produktionsumfeld allmählich in Richtung «Smart Industrie» bewegt (gesprochen wird auch von Industrie 4.0), geht’s in der Bildung zusehends in Richtung «Smart Learning». Dass es sich dabei nicht nur um moderne Modebegriffe handelt, sondern bereits viele neue Werkzeuge dahinter stecken, zeigte der Journée Swissmem in Bulle.


Über 200 Besucher, darunter auch 17 Lernende, setzten sich Ende Januar im Espace Gruyère mit neuen Formen des Lernens auseinander und gingen der Frage nach, was für Veränderungen nötig sind, damit die neue digitale Welt nicht zur Last, sondern zum Wettbewerbsvorteil werden kann.

Klicken für Bildgalerie

Der Journée Swissmem fand dieses Jahr im Greyerzerland statt.
Arthur Glättli, Leiter Berufsbildung, eröffnet den Journée Swissmem.
Peter Dietrich, Direktor Swissmem, erläutert die wirtschaftliche Situation.
Laurent Meuwly, Trainer bei Swiss Athletics, über die Erfolge der Frauen-Staffel 4X100m.
Top-Leistung - auch dank elektronischer Trainingsmittel.
Auch Lernende waren am Journée Swissmem dabei.
Léonard Ecuyer über die Erfahrungen in der Bankenbranche.
Wo liegen die Herausforderungen?
Der Espace Gruyère bot ein passendes Ambiente.
Regional: Mittagessen à la gruyère.
Olivier Habegger über Produkte von Swissmem.
Ein breites Thema: Unternehmen, Berufsschulen und Verbände sind gefordert.
Jean-Claude Kottelat, Organisator des Journée Swissmem, bedankt sich bei den Workshopleitern.
Humvorvolle Einlage: Jérôme Mouttet auf der Bühne.
Aktive Teilnehmer bei Workshops.
Zeit fürs Networking.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schneller dank besserer Koordination
In seinem Einführungsreferat zeigte Laurent Meuwly, Trainer bei Swiss Athletics, eindrücklich auf, dass der Erfolg oft nur durch das Zusammenspiel verschiedener Komponenten erreicht werden kann. Als Trainer der 4x100m-Sprintstaffel der Frauen setzte er digitale Medien gezielt ein und machte sie zu einem wichtigen Hilfsmittel auf der Jagd nach Medaillen und neuen Rekorden. Stoppuhr, Videokamera und Tabletcomputer dienten als Basis für den Austausch mit den Athletinnen, die aufgrund der Analysen nicht nur ihre individuellen Leistungen steigern konnten, sondern auch die Zeiten für den Stabwechsel auf internationale Spitzenwerte reduzieren konnten.


Zunehmend in einer Rolle als Coach, der die Jugendlichen im Lernen begleitet und weniger in der Rolle des Lehrmeisters, der Wissen eindimensional vermittelt, sehen sich auch viele Ausbilder in der Bankenbranche. Léonard Ecuyer, Leiter des Bildungszentrums CYP der Bankenbranche in der Romandie, zeigte auf, wie sich durch die Einführung von Tablets die Didaktik erheblich anpasste. Lernenden im Bankenbereich dient heute ein persönliches Tablet als zentrales Lernmittel.


Die Vorteile sind mannigfaltig: So zum Beispiel:

•    Ortsunabhäniges Lernen
•    Kompakte Sammlung des Lernstoffs in einem leichten Gerät
•    Laufende Aktualisierung der Inhalte via Updates und
      Cloud-Services
•    Direkte Interaktion mit Lehrpersonen

Didaktische Elemente, die sich mit den neuen Lernmitteln änderten, waren:

•    Eigenständiges Lernen mit Lernkontrolle vor einem Kursbesuch
•    Verstärkte Konzentration auf Problemlösungen und Austausch
      im Präsenzunterricht
•    Analyse des Lernerfolgs und gezielter Ausgleich von
      Wissenslücken
•    Höhere Eigenverantwortung für Lernende, verstärkte
      Coachingfunktion für Ausbilder


Hürden eliminieren, Frustration überwinden
Wie die Erfahrungen zeigen, müssen sich auch Lernende – die als so genannte Digital Natives an sich mit modernen Geräten vertraut sind – durchaus ans Lernen mit eBooks herantasten. Nach kurzer Zeit legen sie aber gemäss Befragungsresultaten des CYP Unsicherheiten ab und verwandeln so das Tablet von einer Wissensbibliothek in ein wertvolles Lern-Werkzeug.
Bis die Lernmotivation letztlich gesteigert werden kann, müssen zuvor oft auch gewisse Frustrationsphasen durchschritten werden. So können zum Beispiel ein schlecht funktionierendes WLAN-Netz oder komplizierte Zugriffsrechte durchaus auch Hürden auf dem Weg zu neuen Unterrichtsformen darstellen.

In den Workshops sowie in der Podiumsdiskussion trat hervor, dass die Chancen und der Mehrwert der neuen digitalen Hilfsmittel gross sind und die Richtung hin zu mehr elektronischen Lehrmitteln klar vorgezeichnet ist. Gratis sind die Vorteile aber nicht zu haben. Gefordert sind Beharrlichkeit, Flexibilität und Überzeugungsarbeit, damit die Potenziale ausgeschöpft werden können.

Swissmem eBooks – laufende Weiterentwicklung
Swissmem bietet in deutscher wie in französischer Sprache breits diverse eBooks an, die laufend ergänzt und erweitert werden. Sie ersetzen die bisherigen Unterrichtshilfen  (PP-Präsentationen, Animationen etc.), die bis anhin auf CD geliefert wurden. Aus jedem eBOOK können auszugsweise zehn beliebige Seiten kostenlos genutzt werden.

Methodisch-didaktisch wird die Entwicklung durch das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) unterstützt, so dass die Nutzung in Schule, üK und Betrieb gewinnbringend umgesetzt werden kann. Für das laufende Jahr ist die Einführung einer Cloud-Lösung vorgesehen, welche das Lernen in Gruppen und die Nutzung im schulischen Unterricht weiter vereinfacht. Weitere Informationen sind hier abrufbar. 

 

Journée Swissmem 2016

Der nächste Journée Swissmem findet am 29. Januar 2016 in Magglingen statt. Thema und Referenten werden im Herbst 2015 auf www.swissmem-berufsbildung.ch bekannt gegeben. Swissmem Berufsbildung freut sich auf Ihr Kommen.

Kontakt

Olivier Habegger

Projektleiter & Verantwortlicher Romandie

 

T: +41 52 260 55 32

o.habeggeranti spam bot@swissmemanti spam bot.ch

Journée Swissmem 2016

29. Januar 2016 in Magglingen

Anbei finden Sie die Präsentationen vom Journée Swissmem 2015 zum downloaden.

Résultats des ateliers